Unter dem Slogan ‚Vereinigen wir uns!‘ haben sich heute in Bern rund hundert Menschen ihre Solidarität mit den (General-) Streikenden Europas kundzutun. Nach der Besammlung bei der Heiliggeistkirche und dem gemeinsamen Aufwärmen mit Glühwein zogen wir lautstark durch die Innenstadt. Zum europaweiten Generalstreik hat ein internationales Bündnis aufgerufen, um gegen die massiven Sparplänen zu demonstrieren. In den von massiven Sparmassnahmen getroffenen Ländern wie Portugal, Malta, Zypern, Spanien, Italien und Griechenland haben sich die grossen Gewerkschaften dem Aufruf angeschlossen, um gemeinsam gegen die Sparpläne zu streiken.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei der Sparpolitik nicht um eine temporäre Reaktion auf die Krise handelt, denn Sparmassnahmen werden nach Krisen nicht wieder aufgehoben. Die Massnahmen dienen der dauerhaften Aussetzung und Kürzung von Sozialprogrammen. Diese wurden in vielen und langjährigen Kämpfen von der arbeitenden Bevölkerung errungen. Sozialprogramme werden immer wieder, insbesondere in Krisenzeiten, durch Arbeitgeber und Politiker gekürzt. Dass unsere Interessen von ihnen immer wieder bekämpft werden, ist nicht nur in Krisenzeiten üblich.  Der Widerspruch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist kapitalistischer Alltag. Unsere Löhne sind für die Arbeitgeber immer ein Aufwand, den sie möglichst tief halten. Wir sind die täglichen Verlierer dieses Systems.

Wenn wir nicht einen ewig währenden Kampf um kleine Verbesserungen und Sozialprogramme führen wollen, welche von den Kapitalisten andauernd wieder angegriffen werden, müssen wir dieses System überwinden. Ein System, in welchem einige Wenige ihren Profit durch die Ausbeutung der arbeitenden Klasse machen, lehnen wir ab. Deswegen zeigen wir uns solidarisch mit den kämpfenden ArbeiterInnen.

 

Kämpfen wir gemeinsam für unsere Interessen!

 

Solidarität ist eine Waffe!