Beim alltäglichen Blättern in den bürgerlichen Berner Blättern, haben wir in der Berichterstattung betreffend den angeblich geplanten Aktionen des Revolutionären 1. Mai Bündnisses, erstaunt festgestellt, dass unser Bild von der vierten Gewalt noch nicht schlecht genug ist.Wir sind uns auch nach eingehender Diskussion nicht einig geworden, ob diese grottenschlechte Berichterstattung nun die Folge von Sparmassnahmen und ausgedünnten Reihen in den  Redaktionen ist, oder ob der reaktionäre Geist in Letzteren bereits dermassen fortgeschritten ist, dass Journalisten zu offensichtlichen Fehlinformationen greifen, wenn es im Vorfeld einer politischen Veranstaltung wieder einmal darum geht, die Stimmung anzuheizen und inhaltlichen Auseinandersetzungen auszuweichen.

Fakt ist, das Revolutionäre 1. Mai Bündnis Bern hat für den 1. Mai 2012 nie zu einer Besammlung an der Heiliggeistkirche aufgerufen, wie die Berner Zeitung online behauptet, und das Motto des diesjährigen 1. Mai lautet weder „Zusammen kämpfend aufbrechen” (BZ) noch „Block&Fest” (Bund). Es lautet „Luxus für Alle, statt den Gürtel enger schnallen”. Heuer ist weder eine eigenständige „unbewilligte” Demonstration geplant, noch findet ein separates Fest bei der Reitschule statt. Schleierhaft ist auch, warum die Polizei auf Anfrage von Anlässen zu berichten weiss, die nicht stattfinden und warum sich die Präsidentin des Gewerkschaftsbundes der Stadt Bern, von diesen distanziert.

Bereits stattgefunden haben im Rahmen des diesjährigen Berner 1. Mai Programms allerdings zwei gutbesuchte Filmvorführungen mit anschliessenden Diskussionen und ein Kritik-Pick-Nick. Aber solche Informationen lassen sich halt schlechter verkaufen, als ein „heisser 1. Mai” oder ein Anlass mit „Konfliktpotential”.

Nichts desto trotz: Heraus zum 1.Mai! Weiter Infos inklusive Inhalte unter www.anti-ka.ch

Revolutionäres 1. Mai Bündnis Bern