Antikapitalistinnen und Antikapitalisten! Wir heissen euch mit revolutionären Grüssen willkommen zur Abschlusskundgebung der Antikapitalistischen Kampagne 2011 In Bewegung bleiben, Kapitalismus abschaffen!
Tagtäglich werden wir direkt oder indirekt mit den zerstörerischen Folgen des globalen kapitalistischen Systems konfrontiert. Jeden Tag müssen wir unsere Arbeitskraft verkaufen, das einzige was uns übrigbleibt um zu überleben. Die Arbeitsbedingungen werden immer weiter verschlechtert um die Profitrate zu steigern. Für uns bleibt Stress, ungesunde Arbeitsbedingungen, so dass wir nach 40 Jahren Lohnsklaverei entweder körperlich oder geistig im Arsch sind, wenn nicht beides und wenn nicht schon viel früher.
Unser Dasein als Lohnabhängige bedeutet für viele von uns ständig abzuwägen, ob ein Bedürfnis befriedigt werden kann oder darauf verzichtet werden muss. Existenzängste gehören zum Alltag von vielen von uns.
Den herrschenden Gegensätzen dieser Gesellschaft sind wir andauernd ausgesetzt. Die Konkurrenz macht vor niemandem Halt und durchdringt alle unsere Lebensbereiche.
Die kapitalistische Produktion nimmt auf die Umwelt als unsere Lebensgrundlage keine Rücksicht und zerstört sie zu grossen Teilen. Deepwater Horizon und Fukushima sind nur die Spitze des Eisberges an Umweltkatastrophen, welche der Kapitalismus Tag für Tag in Kauf nimmt und zum Teil aktiv produziert. Im Namen der Profitmaximierung geschieht so vieles, was vernünftig denkende Menschen nie im Leben umsetzen würden. Doch es ist Tatsache, dass der Kapitalismus etwas Unvernünftiges ist. Durch die Potenzierung von Profit und Macht auf wenige Menschen wird dieser Planet in den Schlund einer globalen Katastrophe geführt. Unsere Lebensgrundlage, welche zudem die Lebensgrundlage vieler Lebewesen ist, wird tagtäglich weiter zerstört und bringt immer krassere Katastrophen hervor.
Diese Härten kommen nicht von ungefähr und sind erst Recht nichts Natürliches. Weil im Kapitalismus nach dem Kriterium des Profits produziert wird, bleibt so manches unserer Bedürfnisse auf der Strecke. Und wenn du kein Geld oder Eigentum hast, kommst du in diesem System kaum dazu auch nur ein Bedürfnis zu befriedigen. Für die meisten von uns bedeutet dies ein Leben als Lohnarbeiterin/Lohnarbeiter und damit sind wir eine abhängige Variabel der Eigentümerinnen/Eigentümer über die Produktionsmittel. Und damit die ganze Chose auch ordentlich funktioniert, wacht der Staat mit Gesetz, Gewalt und seinen blauen Repräsentanteninnen/Repräsentanten.
Dieses System wollen wir nicht! Auch nicht mit irgendwelchen reformistischen Änderungen. Wir wollen eine Wirtschaft, die für die Bedürfnisse der Leute produziert, die Natur nicht zerstört und für jeden genügend hergibt. Wir wollen eine selbstorganisierte, herrschaftslose Gesellschaft.
Wir wissen, dass wir von diesem Ziel noch weit entfernt sind; wir wissen, dass wir viele sein müssen um eine andere Welt zu realisieren und wir wissen vor allem, dass wir dazu die soziale Revolution machen müssen und machen wollen!

In Bewegung bleiben – Kapitalismus abschaffen!