Am kommenden Samstag 08. Oktober 2011 wird in Bern gegen Staat und Kapital demonstriert. Zum Abschluss der Kampagne „In Bewegung bleiben – Kapitalismus abschaffen“ tragen wir unsere Kritik auf die Strasse.

Dass der Kapitalismus für Natur, Tier und die meisten Menschen schädlich ist, lässt sich leider an unzähligen Beispielen zeigen…

…Die Lohnarbeiter_innen sind gezwungen ein Leben lang ihre Arbeitskraft zu veräussern und müssen dabei (Berufs-)krankheiten, Unfälle und psychische Erkrankungen in Kauf nehmen.

…Die kapitalistische Produktion nimmt auf die Umwelt als Lebensgrundlage keine Rücksicht und zerstört sie zu grossen Teilen.

…Das Dasein als Lohnabhängige bedeutet für viele Menschen ständig abzuwägen, ob ein Bedürfnis befriedigt werden kann oder darauf verzichtet werden muss. Existenzängste gehören zum Alltag vieler Menschen.

…Den herrschenden Gegensätzen dieser Gesellschaft sind die Menschen andauernd ausgesetzt. Die Konkurrenz macht vor niemandem Halt und durchdringt alle Lebensbereiche.

Diese Härten kommen nicht von ungefähr und sind erst Recht nichts Natürliches. Weil im Kapitalismus nach dem Kriterium des Profits produziert wird, bleibt so manches Bedürfnis der Leute auf der Strecke. Und wer kein Geld oder Eigentum hat, kommt in diesem System kaum dazu auch nur ein Bedürfnis zu befriedigen. Für die meisten Leute bedeutet dies ein Leben als Lohnarbeiter_in und abhängige Variabel der Eigentümer_innen über die Produktionsmittel. Und damit die ganze Chose auch ordentlich funktioniert, wacht der Staat mit Gesetz, Gewalt und seinen blauen Repräsentanten_innen.

Dieses System wollen wir nicht! Auch nicht mit irgendwelchen reformistischen Änderungen. Wir wollen eine Wirtschaft, die für die Bedürfnisse der Leute produziert, die Natur nicht zerstört und für jeden genügend hergibt. Wir wollen eine selbstorganisierte, herrschaftslose Gesellschaft!

Mit der Demonstration kommenden Samstag verleihen wir dem lautstark Ausdruck. Treffpunkt ist um 16.00 Uhr bei der Heiliggeistkirche am Bahnhofsplatz.

Zwei Tage zuvor, also am 6. Oktober 2011 um 18.00 Uhr startet zudem das antikapitalistisch Einkaufswagenrennen. Das Spektakel soll die Aufmerksamkeit der Passant_innen auf unsere Inhalte lenken und den Beteiligten jede Menge Spass bereiten. Phantasievoll gestaltete und mit antikapitalistischen Parolen verzierte Einkaufswagen treten beim Zeitfahren und im Massenrennen gegeneinander an.
Natürlich stellen sich den Einkaufswagen – ganz wie im richtigen kapitalistischen Alltag – diverse Hindernisse in den Weg: Geld, Kasse, Eigentümer, Ladendetektiv usw. müssen geschickt gemeistert werden. Den erfolgreichen Teilnehmer_innen winken Preise 😉

Texte, Plakate und Termine der antikapitalistischen Kampagne findet ihr unter www.ak-kampagne.ch. Erreichbar sind wir unter antika-kampagne(at)immerda.ch.

Revolutionäre Grüsse
Das Team der antikapitalistischen Kampagne