Communiqué zum Guerilla Gardening vom 23. September 2011

O pflanzt is! In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde in den Regionen Bern und Solothurn an verschiedensten urbanen Orten Samen gesät. Um was für Samen es sich dabei handelt, da lassen wir uns überraschen – hauptsache wir werden im Frühling Zeug_innen, wie das Grau der Stadt hier und dort einen Grünstich erhält.

Hintergrund dieser Aktion, zu der im Rahmen der antikapitalistischen Kampagne „In Bewegung bleiben – Kapitalismus abschaffen” aufgerufen wurde, ist einerseits die Meinung, dass Fläche zu Aufwertungszwecken überbaut werden, was wir grundsätzlich ablehnen, und andererseits Konsum eingeschränkt (wenn auch noch nicht abgeschafft) werden kann, indem ungenutzte Hinterhöfe und „wilde” Grünflächen für Gemüseanbau verwendet werden. In diesem Sinne rufen wir alle frei denkenden Menschen dazu auf, vermehrt Flora in die Stadtwelt einzubringen und sich selber ihre Gärten zu suchen und zu gestalten.

Communiqué zu Big City Kick Bern vom 24. September 2011

Am Samstag Nachmittag versammelten sich rund 50 Menschen, um für einmal nicht auf Rasen, sondern auf Asphalt zu kicken. Dafür bot sich die Neuengasse in Bern mit ihren zwei Toren – die Eingänge von Mc Donalds und Burger King – bestens an. Gespielt wurde mit Softbällen, um keinen grösseren Sachschaden zu provozieren. Für die Sicherheit handicapierter, sehr alter und sehr junger Menschen waren Helfer_innen im Einsatz.

Ziel dieser spielerischen Aktion war es, den Konsum in der gesamten Gasse, vor allem in den zwei genannten Fressbuden, einzuschränken, bzw. zu verunmöglichen. Passant_innen sollten dazu animiert werden mitzukicken, statt ihren Teil zum Produktions- und Konsumkreislauf beizutragen.