Mit dem „Frankenschock” sehen die Unternehmen ihre „Wettbewerbsfähigkeit” in Gefahr. Sie können nicht mehr wie bis her ihre Waren gegen die ausländische Konkurrenz verkaufen und ihre gewohnten Gewinne verdienen. Also werden in vielen Betrieben die „Kosten gesenkt”. Allen, der Wirtschaft, der Politik, der Presse und selbst den Gewerkschaften ist dabei klar, wo diese Kosten vor allem gesenkt werden müssen: Alle sprechen ganz offen aus, dass der Lohn der abhängig Beschäftigten der Kostenfaktor für „unsere” Wirtschaft ist. Und alle sprechen damit offen aus, welche schäbige Rolle eigentlich die Lohnarbeiter*innen im Kapitalismus spielen:

Allen ist klar, dass die Unternehmensgewinne und das Wirtschaftswachstum weiterhin sein müssen. Darauf kann die Schweiz nicht verzichten; auf den bisherigen Lebensstandard der Lohnabhängigen aber anscheinend alle mal! Im Jahr 2015 leben die Lohnarbeiter*innen in „unserer” Wirtschaft einfach zu gut. Für ihren Lohn arbeiten die Beschäftigten viel zu wenig und viel zu unproduktiv. Deswegen drücken die Unternehmen die Löhne und/oder lassen länger arbeiten – übrigens auch unabhängig davon, ob die Wirtschaft gerade in einer Krise steckt oder nicht. Und dabei bekommen die Unternehmen ganz viel Zustimmung von Politik und Öffentlichkeit.

Die Wirtschaft will sich also unseren Lebensstandard nicht mehr leisten.
Dann sagen wir Lohnarbeiter*innen eben:
»Wir wollen uns diese Wirtschaft nicht mehr leisten!«

Vortrag & Diskussion ’Lohnarbeit 2015’
Donnerstag, 16. April 15, 19:30 Uhr, Brasserie Lorraine (Sääli)

Demo 1.Mai
Revolutionärer Block, Besammlung 10:30 Uhr, Kramgasse, Bern

Diskussionszelt am 1.Mai Fest
Einführung Kapitalismuskritik, 14:30 Uhr, Bundesplatz, Bern

Revolutionäres 1. Mai-Bündnis

Plakat:
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Flyer:
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