Kampagne „In Bewegung bleiben – Kapitalismus abschaffen!“

Werte Medienschaffende

Im Herbst dieses Jahres werden verschiedene Gruppen und Einzelpersonen aus den Regionen Bern und Solothurn eine antikapitalistische Kampagne durchführen. Mit vielfältigen Aktionen, etwa einer Filmvorführung, einem Einkaufwagenrennen, einem Quiz, einer Gummibootdemo, verschiedenen Kritik-Picknicks, einer Kundgebung und vielen weiteren Aktionen, wollen wir Kritik an Kapital und Staat unter die Leute bringen. Eine Auflistung samt einer kurzen Beschreibung der verschiedenen Aktionen und den Daten an welchen diese stattfinden, ist diesem Schreiben angehängt.

Wir veranstalten diese Kampagne, weil wir nicht der Meinung sind, dass der Kapitalismus das bestmögliche aller Systeme ist! Im Gegenteil: Es ist ein für die Natur, die Tierwelt und für die meisten Menschen schädliches System, das lässt sich leider an unzähligen Beispielen zeigen:

Die Lohnarbeiter_innen sind gezwungen ein Leben lang ihre Arbeitskraft zu veräussern und müssen dabei (Berufs-)Krankheiten, Unfälle und psychische Erkrankungen immerzu in Kauf nehmen.

Die kapitalistische Produktion nimmt auf die Umwelt als Lebensgrundlage keine Rücksicht und zerstört sie zu grossen Teilen.

Das Dasein als Lohnabhängige bedeutet für viele Menschen ständig abzuwägen, ob ein Bedürfnis befriedigt werden kann oder darauf verzichtet werden muss. Existenzängste gehören zum Alltag vieler Menschen.

Den herrschenden Gegensätzen dieser Gesellschaft sind die Menschen andauernd ausgesetzt. Die Konkurrenz macht vor niemandem Halt und durchdringt alle Lebensbereiche.

Diese Härten kommen nicht von ungefähr und sind erst Recht nichts Natürliches. Weil im Kapitalismus nach dem Kriterium des Profits produziert wird, bleibt so manches Bedürfnis auf der Strecke. Wer kein Geld oder Eigentum hat, kommt in diesem System kaum dazu auch nur ein Bedürfnis zu befriedigen. Für die meisten Leute bedeutet dies ein Leben als Lohnarbeiter_in und abhängige Variabel der Eigentümer_innen der Produktionsmittel. Und damit die ganze Schose auch ordentlich funktioniert, wacht der Staat mit Gesetz, Gewalt und seinen blauen Repräsentanten_innen.

Dieses System wollen wir nicht! Auch nicht mit irgendwelchen reformistischen Änderungen. Wir wollen eine Wirtschaft, die für die Bedürfnisse der Leute produziert, die Natur nicht zerstört und für alle genügend hergibt. Wir wollen eine selbstorganisierte, herrschaftslose Gesellschaft.

Wir wissen, dass wir von diesem Ziel noch weit entfernt sind; wir wissen, dass wir viele sein müssen um eine andere Welt zu realisieren und wir wissen vor allem, dass wir dazu die soziale Revolution machen müssen und machen wollen! Deswegen rufen wir zu dieser antikapitalistischen Kampagne auf. Sie soll einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Menschen Gedanken machen über das System, in dem täglich tausende verhungern oder burn outen, während andere Golf spielen und Milliarden anhäufen; wir wollen die Menschen davon überzeugen, sich gegen das kapitalistische System zu erheben.

Deshalb rufen wir alle auf, an dieser Kampagne teilzunehmen, mit zu diskutieren, selbst aktiv zu werden, darüber zu berichten, sich zu organisieren und dadurch beizutragen, dieses System über den Haufen zu werfen. In Bewegung bleiben!

Freundliche Grüsse

Das Kampagnenteam

P.S. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: antika-kampagne(at)immerda.ch